Knochenmarkspende

  • Dieses Thema ist leer.
Ansicht von 12 Beiträgen – 16 bis 27 (von insgesamt 27)
  • Autor
    Beiträge
  • #208718
    Kathrina
    Mitglied

    Kettenmails sind in jedem Fall Unsinn, aber Knochenmarkspende ist etwas Gutes und nicht übertrieben gefählrich. Schlimmstenfalls hat man etwas länger bobo… Aber mit etwas Glcük schenkt man jemandem neues Leben. Ich bin seit Jahren typisiert und im Knochenmarkspenderregister eingetragen… Bisher jedoch wurde ich nie aufgeboten, allerdings habe ich eine seltene Blutgruppe (AB+).

    #208719
    SorayaAmidala
    Mitglied

    Ist eigentlich jemand von euch da registriert und hat sich Typisieren lassen? Ich würde es gerne tun bin auf Grund meiner Krankheit ausgeschlossen.

    #208720
    Anonym
    Gast
    SorayaAmidala;735144 wrote:
    Ist eigentlich jemand von euch da registriert und hat sich Typisieren lassen?

    Ich bin dort auch schon ein paar Jahre registriert aber bislang hat sich noch niemand zwecks Knochenmarkspende gemeldet. Da sieht man mal, wie selten ein genau passender Spender ist. Ich würde aber jederzeit bei Bedarf helfen…

    #209052
    Alexil
    Mitglied

    Ich wollte mich mal melden, aber Freunde haben mir – wie das nun mal so vorkommt: man ist falsch informiert – davon abgeraten. Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich es aber denke ich machen. Vielleicht ist meine so überaus oft vertretene Blutgruppe ja zu irgendwas gut. ^^

    EDIT: Ich weiß, dass das nichts mit dem Blut zu tun hat, aber vielleicht sind es ja Bestandteile im Blut, die Stimmen müssen, keine Ahnung… naja

    #209053
    SorayaAmidala
    Mitglied

    Ich glaube es müssen tausend andere Sachen übereinstimmen. Du musst sozusagen der genetische Zwilling sein. Sowas ist ja meistens selber recht selber. Deswegen sind Angehörige ja meistens ausgeschloßen. Was ich allerdings auch ganz schlimm finde das von viele schon gelesen(also nicht hier sondern allgemein im Web) habe die würden das nur für Geld. Ich möchte nicht wissen was die machen wenn die mal darauf angewiesen sind.

    #209073
    Hinnerk
    Mitglied

    Liebe Kollegen,

    es gibt da scheinbar ein paar Unklarheiten über das Verfahren einer Stammzelltransplantation. Die Blutgruppe ist für die Auswahl des Spenders nicht wichtig: es kommt auf die Übereinstimmung der Gewebemerkmale von Spender und Empfänger an. Häufig übernimmt der Empfänger sogar nach einer Stammzelltransplantation die Blutgruppe des Spenders.

    Zum Verfahren selbst: nach eingehender Untersuchung des Spenders (Übereinstimmung der Gewebemerkmale, Vorerkrankungen, körperliche Konstitution, etc.) werden ihm Stammzellen entnommen und dem Empfänger durch eine simple Infusion zugeführt.

    Und außerdem würde ich jedem raten, bevor man sich irgendwo zum Knochenmarkspenden einschreibt, sich erst einmal zu informieren, wa das heißt und mal mit einem Arzt zu sprechen. (…) Die Prozedur der Spende ist höllisch schmerzhaft und kann, wenn sie schief geht und bleibende Schäden hervorrufen.

    Ich meine, für den Spender ist es ein kleiner Eingriff? Sie stechen eine Nadel in dein Rückenmark, wo ist das denn ein kleiner Eingriff?

    Diese weitläufigen Annahme sind falsch.
    In etwa 80 % der Fälle werden heute Stammzellen aus dem Blut übertragen. Diese Stammzellen werden dem Spender ähnlich wie bei der Dialyse bei Nierenkranken aus dem Blutkreislauf rausgewaschen. Zur Entnahme wird der Spender etwa vier Stunden an eine Maschine angeschlossen. Nach der Spende kann der Spender einfach nach Hause gehen. Unangenehm sind da eigentlich nur Hormonspritzen, die sich der Spender an fünf Tagen vor der Spende geben muss, um die Produktion der Blutstammzellen zu vermehren.
    In den übrigen 20 % der Transplantationen werden Stammzelle aus dem Knochenmark verwendet. Hierzu wird der Spender in einer kleinen OP Knochenmark aus dem Beckenknochen entnommen. Durch die Narkose ist dies nicht sonderlich unangenehm; danach kann man das Krankenhaus am nächsten Tag verlassen. Der Spender hat das Gefühl eines kleinen Muskelkaters, aber die Wunden verheilen in wenigen Tagen. Bei beiden Eingriffen besteht ein kleines Risiko (Narkose, Infektionen) – aber das ist wirklich üebrschaubar und fällt nicht stark ins Gewicht. Und was ist das alles gegen die Gewissheit, einem anderen Menschen das Leben gerettet zu haben?

    Falls jemand spenden will: die DKMS hält Informationen bereit, wo man sich kostenlos typisieren lassen kann bzw. verschickt auch ein Test-Set, das man nach einem Wangenabstrich (Mundschleimhaut) an sie zurückschickt.

    Mit kollegialen Grüßen,

    Dr. Hinnerk

    #209084
    Alexil
    Mitglied

    Das steht aber alles schon hier drin… musst nur ein wenig weiter oben schauen und lesen…

    #209085
    SorayaAmidala
    Mitglied

    Ich glaube der Herr hat sich für diesen Post in dem Forum angemeldet. Mehr nicht.

    #209087
    Alexil
    Mitglied

    Na dann hätte er sich ja auch die Zeit nehmen können, vorher den ganzen Thread zu lesen…

    #209204
    Charlie
    Mitglied

    Ich finde es aber trotzdem gut, dass er diesen Post verfasst hat – so hat man wenigstens alles auf einen Blick. Und dass die Entnahme in einem dialyseähnlichem Verfahren entnommen wird wollte ich eigentlich auch schon schreiben, weil ich es so in keinem der Posts gelesen habe (kann es aber auch überlesen haben).

    Nebenbei:
    Ich bin auch bei DKMS registriert. In meinem privatem Umfeld ist letztes Jahr die beste Freundin meiner Schwester im Alter von 16 Jahren an Leukämie verstorben. :( Ihr konnte leider nicht mehr geholfen werden (sie hat die 100 Tage nicht überstanden), aber vielleicht kann ich halt doch irgendwann jemanden Anderem helfen. Who knows?!?

    #209564
    Kathrina
    Mitglied
    Alexil;737471 wrote:
    Das steht aber alles schon hier drin… musst nur ein wenig weiter oben schauen und lesen…

    Na und? Die folgenden Beiträge haben immer wieder bestätigt, dass die Informationen nicht wirklich verstanden wurden.

    Knochenmark ist nicht gleich Rückenmark. Knochenmark ist die rote, blutbildende Substanz, die sich innerhalb des Knochens befindet.

    Das Rückenmark ist Nervengewebe, davon kann man nichts entbehren, ohne Lähmungen zu riskieren. Kann man auch nicht spenden, würde übrigens auch nichts bringen, denn getrennte Nervenbahnen im Rückenmark können, einmal getrennt, (immer noch) nicht zusammenwachsen.

    Derselbe Name (…mark) kommt aus dem Metzgergewerbe: Die grossen Rohrknochen haben viel Fettgewebe in der Mitte (siehe Suppenknochen), das vom blossem Auge dem Rückenmark sehr ähnelt (das Nervengewebe besteht hauptsächlich aus Fett).

    Und ja, Gewebetyp hat nicht einfach eine direkte Korrelation zur Blutgruppe, aber eine seltene Blutgruppe und fremde Herkunft macht nun mal die Wahrscheinlichkeit, dass man zur Blutspende aufgeboten wird, nicht gerade wahrscheinlicher. Andererseits ist es eh wie ein Sechser im Lotto, wenn man überhaupt jemandem so helfen kann, aber umso wichtiger ist es, dass sich möglichst alle, die es können, sich auch registrieren lassen.
    __________________

    #252073
    Houslerin
    Mitglied

    Also zwei meiner Brüder, mein Freund und ich sind auch bei der DKMS registriert. Das Verfahren zur Aufnahme in die Datenbank ist eine Sache von ein paar Minuten.

    Einer meiner Brüder hat auch schon einmal gespendet.

Ansicht von 12 Beiträgen – 16 bis 27 (von insgesamt 27)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

Clips